Wege raus aus dem Dunkel
Vergleiche?!
Vergleiche?!

Vergleiche?!

Es geht nicht darum, wie lange andere brauchen,
sondern um die Frage: „Wie lange brauche ich?“
Es geht nicht darum, was andere machen,
sondern um die Frage: „Was mache ich?“

Es geht nicht darum, was andere können,
sondern um die Frage: „Was kann ich?“
Es geht nicht darum, was andere wollen,
sondern um die Frage: „Was will ich?“

Doch genau da liegt das Problem für mich,
denn wenn ich mal ganz ehrlich bin,
dann kenne ich mich irgendwie nicht,
weiß absolut nicht, wer ich bin.

Weiß weder was ich will noch brauch‘,
noch was ich wirklich kann,
und dennoch weiß ich trotzdem auch,
ich bleibe weiter dran.

Doch eingeprägt hat sich der Satz,
egal was ich auch tu‘,
alles ist irgendwie für die Katz,
denn es ist nie genug.

Denn irgendwas bleibt immer liegen,
das ist ja meistens so,
alles kann ich allein nicht besiegen,
und konnte es noch nie.

Doch jetzt ist Zeit um Schluss zu machen,
mit ständigem Vergleichen,
doch weiß ich nicht, wie soll ich’s anpacken –
nur bei mir und meinem Leben zu bleiben.

Denn Vergleichen war ja stets ein Teil,
man muss gut oder auch besser sein,
das jetzt einfach abzuwerfen,
scheint mir illusorisch zu sein.

Und dennoch werd‘ ich es versuchen,
denn es hindert, macht mich krank.
Werd‘ versuchen mich selbst mehr zu sehen
und mir zu begegnen mit Liebe und Dank.

Denn immerhin leb‘ ich ja noch,
trotz zwischenzeitlich fast Aufgabe,
habe mich weitergekämpft, mehr müde als wach,
und mach‘ das beste aus der Lage.

Das will ich endlich so akzeptieren,
denn alles andere bringt eh nichts.
Weiter kämpfen und ausprobieren,
ein Leben zu führen, anstatt nicht.

Ich weiß, das kostet sehr viel Kraft,
doch Kraft kostet grad alles hier.
Ich hoffe, es ist irgendann geschafft
und ich komme an. Komme an in mir.

Anmerkungen:
Text: Mai 2021.
Foto:

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