Wege raus aus dem Dunkel
Emotionen
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Emotionen

1. und 2. Emotionales Netz

Emotionen begleiten uns täglich. Doch nicht immer sind sie „angemessen“. Es kommt vor, dass wir in einer Situtation vollkommen situationsunangemessen reagieren, also überreagieren. Wie kommt das? Das liegt am sogenannten „vergangenen Erleben“. Die Emotionen, die wir in diesem Moment spüren, sind alte Emotionen. Meist aus der Kindheit, die aufgrund eines Glaubenssatzes hervorgerufen wurden. Man rutscht von dem sogenannten 1. Emotionalen Netz in das 2. Emotionale Netz, in dem es deutlich schwieriger ist, sich angemessen zu verhalten und seine Emotionen zu kontrollieren. Mehr dazu in den Slides.

Emotionen abschwächen

Und was nun? Magst du dich fragen. Es kann ja sein, dass ich eine starke Emotion habe – aber was mache ich damit? Nun, solange du dich im sogenannten Hochanspannungsbereich befindest (eine Anspannung über 70%, deine Gedanken sind kaum mehr sortierbar und fast ausschließlich darauf gerichtet, diesen Zustand zu beenden, oft durch selbstschädigendes Verhalten), musst du dich erst einmal herunterskillen auf eine Anspannung unter 70%. Denn erst in diesem Zustand bist du in der Lage zu denken und zu handeln.

Was sind denn bitte Skills?!

Für die unter euch, die nicht wissen, was „skillen“ bedeutet: Ein Skill ist eine Fertigkeit. Wir alle nutzen Skills im Alltag, benennen sie nur nicht so. Wenn du zum Beispiel etwas achtsam wahrnimmst, stellt dies eine Fertigkeit im Sinne eines Skills dar. Wenn du dich nun in einem Hochanspannungsbereich befindest, gibt es sogenannte Stresstoleranzskills, die darauf ausgelegt sind, dich zunächst in eine geringere Anspannung zu bringen. Dazu gehören z.B. scharfe Bonbons, Ammoniak riechen, eine kalte Dusche nehmen, Eispack in den Nacken oder auf die Brust legen, Zitronensaft trinken, etc. Es geht darum, durch einen starken Reiz die Anspannung zu senken. Das ist quasi wie eine „Ohrfeige“, die dich ins Hier und Jetzt zurück holen soll. Nur eben auf nicht schädliche Art und Weise. Diese Skills werden eingesetzt, da sie im Gegenteil zu den schädlichen Regulierungsmethoden langfristig hilfreich und nicht schädigend sind. Zwar wirken diese oft nicht gleich effektiv, durch Üben können sie jedoch sehr gut eingesetzt werden.

Anspannung unterhalb von 70%

Wenn du dich nun herunter reguliert hast, dann kannst du versuchen deine Emotionen abzuschwächen. Das gilt für jeden – nicht nur psychisch erkrankte Menschen. Emotionen „bedienen“ sich bestimmter Gedanken, Körperhaltungen, Wahrnehmungen und Handlungsimpulsen, die darauf ausgerichtet sind, eine Emotion noch zu verstärken. Durch gezieltes entgegengesetztes Handeln, können diese Emotionen jedoch abgeschwächt werden. Wichtig ist: Zuerst immer die Atmung beruhigen und verlangsamen – dadurch wird das vegetative Nervensystem beruhigt und du regulierst dich weiter runter. Mehr dazu in den Slides.

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