Wege raus aus dem Dunkel
NEBELWEGE
Das bin ich

Das bin ich

Hallo,

tja, wer bin ich? Gute Frage. Soviel kann ich sagen: Ich heiße bin Kristine. Bin gebürtige Hamburgerin. 33 Jahre alt. Ich habe in Freiburg, Hamburg, Köln, Neuseeland und Australien gelebt. Ich backe sehr gerne – natürlich vegan. Ich mache ab und an Yoga und fotografiere auf Reisen. Ich habe ein abgeschlossenes Studium, aber arbeite seit knapp 4 Jahren nicht mehr, denn zu dem Zeitpunkt hat sich mein Körper eine Auszeit genommen: Ich bin komplett zusammengebrochen. Von heute auf morgen konnte ich nicht mehr aufstehen. Hatte keine Kraft mehr. Die Welt um mich herum war plötzlich grau. Gefangen im Nebel. Sinnlosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung und Traurigkeit machten sich breit. Für nichts anderes war mehr Raum. Außer für eine tiefe Leere, die mich ab und zu überrollt. Ich konnte nicht mehr arbeiten, kann es seit dem nicht mehr. Schwere Depression. Angststörung. Magersucht, Borderline. Viele Diagnosen. Viel Frust. Viele nicht wahnsinnig hilfreiche Therapien. Teilweise sogar kontraindizierte Therapien. Seit dem, kämpfe ich täglich darum, dass es besser wird. Leichter wird. Hoffe, dass ich es irgendwann akzeptieren kann, aber das fällt mir schwer. Die Fortschritte sind minimal. Kleine Schritte. Oft nach vorne, manchmal zurück. Und ab und zu stürze ich, falle in ein Loch und muss da erst wieder raus, bevor es weiter geht. Aber bislang ging es immer weiter. Denn tief in mir drin, oft nicht sichtbar, ist der Wille zum Leben noch erhalten. Er setzt sich durch, kommt mal mehr, mal weniger ans Licht, aber er ist da.

Willkommen auf meiner Reise

Ich möchte euch mit meinem Blog mit auf die Reise nehmen. Gedichte über mein Befinden, meinen Weg teilen. Anregungen, die mir geholfen haben, aufzeigen. Und in Texten meine Gedanken darlegen. Und ich möchte mich meiner Scham stellen, denn ich schäme mich dafür, dass ich so krank bin. Dass ich nicht schneller gesund werde. Dass ich nicht mehr mache. Ich weiß, dass das rational nicht richtig ist, aber die Scham ist da. Vielleicht wird sie durch das Schreiben zumindest ein bisschen kleiner. Und ich möchte anderen helfen, damit umzugehen. Zu sehen, dass es in Ordnung ist, sich mitzuteilen. Sich zu offenbaren. Und dass viele Gedankenspiralen ähnlich sind. Dass auch das normal ist und man eben nicht vollkommen anders ist. Unnormal. Denn jeder Mensch hat Schwächen und dennoch gleichzeitig viele Qualitäten und viele Stärken.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Stöbern und vielleicht kann der/ die eine oder andere etwas für sich mitnehmen. Das würde mich sehr freuen! Denn: Ihr seid nicht allein, vergesst das nie.

Eure Kristine