Wege raus aus dem Dunkel
Neubeginn
Neubeginn

Neubeginn

Als läge ich auf einem Surfboard,
mitten in dem weiten Meer,
paddel und paddel, aber komm‘ dennoch nicht fort,
merke schleichend, ich kann bald nicht mehr.

Doch dann rollt eine Welle heran,
ich nutze meine letzte Kraft,
paddle stärker, springe auf – und dann
surf‘ ich die Welle – YES!! Geschafft!!

Bin hoch oben, steig immer höher,
die Stimmung wird stetig besser,
bis plötzlich – ZACK – ich stürze runter,
hinein, ins schwarze Gewässer.

Dort geh‘ ich unter, der Sog zieht mich tiefer,
und ich geb‘ einfach auf.
Für ’nen kleinen Moment weiß ich nun nicht mehr:
„Wie taucht man noch mal auf!?“

Ein Rückschlag, Fehltritt – wie zu erwarten –
es nervt, zehrt an Kräften und macht mich traurig,
„Warum musst du nur immer versagen?!“,
schreit die innere Stimme, gerichtet an mich.

Doch hey, kann’s nicht auch anders heißen???
Zum Beispiel einfach „NEUBEGINN!“
Anstatt mich am Negativen festzubeißen,
such‘ ich doch lieber nach einem Sinn.“

Neubeginn heißt neue Chance,
neue Wege tun sich auf,
schlechten Lösungen sage ich adé,
und richte mit mit neuen wieder auf.

Zeit, um was anderes zu probieren.
„STOPP!! Ist das nicht dann ein Umweg?“
Nein, denn um Umweg zu definieren,
bräucht ich meinen Weg ja geradlinig.

Und mittlerweile ist wohl klar,
geradlinig verläuft mein Leben nicht.
Auch wenn ich wünschte, mehr Normalität sei da,
so reicht doch ein Blick in mein Gesicht.

Denn dort seh‘ ich dann Kampf und Kummer,
seh‘, dass nichts läuft wie gedacht.
Seh‘, dass ich mich an die Vergangenheit klammer‘
und mir die Zukunft ständig Angst macht.

Sollt‘ mich lieber an der Gegenwart erfreuen,
an dem, was gerade eben geht.
Ich möchte mich nicht mehr davor scheuen
zu sagen: Ich geh‘ meinen eigenen Weg!

Drum ist es Zeit nun loszulassen,
alte Träume, Muster und Blockaden,
lösen von Dingen, die nicht zu mir passen,
und vielleicht nie wirklich gepasst haben.

Doch das erfordert Mut und Vertrauen,
vor allem in mich selbst,
will lernen, auf mich selbst zu bauen
und nicht nur auf den Rest der Welt.

Doch ein Problem ist sicherlich,
das Loslassen alter Sorgen.
Denn auf die Frage: Wohin will ich?
Bleibt mir die Antwort noch verborgen.

In mir kämpfen jeden Tag
zwei sehr konträre Seiten,
von der die eine, die andere nicht mag,
und ich kann mich nicht entscheiden.

Fühl‘ mich stets hin und her gerissen,
wie mitten im schäumenden Meer.
Beide schreien: „Du wirst mich vermissen,
du brauchst mich doch viel zu sehr!!“

Vor allem wenn ich mich entscheide,
ist die andere Seite laut und wild,
nun will ich sie loslassen, alle beide,
für ein neues Zukunftsbild.

Und diese Chance kommt vor allem dann,
wenn ich mal wieder gefallen bin.
Ich steh‘ auf und denk‘ jetzt daran:
Zeit für einen NEUBEGINN!

Anmerkungen:
Text: Mai 2021
Foto: Neuseeland, Cape Reinga ©Kristine.

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