Wege raus aus dem Dunkel
Sturm
Sturm

Sturm

Manchmal ist es wirklich schwer,
ich weiß dann nicht mehr weiter.
Irgendeine Lösung muss bald her.
Wann wird es endlich leichter?

Du bräuchtest meine Unterstützung,
doch ich hab‘ nicht viel Kraft.
Kann sie nicht erfüllen, die Erwartung,
wir sind beide komplett geschafft.

So kämpfen wir uns stets bergauf,
mal mit- oft nebeneinander,
das Leben nimmt so seinen Lauf,
trotz Hürden und Fallen, dicht beieinander.

Oft folgt auf Finsternis der Nebel –
dicht und undurchdringbar –
und dennoch hissen wir die Segel
und trudeln los – unsinkbar.

Durch Sturm und Regen, grau und nass,
durch Wellen, die sich türmen.
Durch Ärger, Enttäuschung und auch Hass,
Emotionen, die auf uns einstürmen.

Mal kann nur noch der eine,
den Kopf über Wasser halten,
dann ist er dabei alleine,
das Schiff auf Kurs zu halten.

Dann wechselt es sich wieder ab,
die Rollen, die verändern sich,
solange das Boot nirgends gegen kracht,
sinkt es zum Glück auch nicht.

Und manchmal – selten – dann und wann,
da klart der Himmel auf.
Die Wellen sind fort und die Sonne kann
uns trocknen, wärmen – wir tauen auf.

Genießen den Augenblick, das seltene Glück,
denn leider bleibt es nicht lang,
die dunklen Wolken kehren zurück –
alles wieder auf Anfang!

Naja, nicht ganz, würd‘ ich mal sagen,
denn Übung, die macht schlauer.
Werden vertrauter mit Boot, Takelagen,
kennen das Wetter bisschen genauer.

Doch bis das Boot mal irgendwann
entspannt so vor sich hingleitet,
wird’s dauern – doch wir bleiben dran,
werden auch von der Liebe geleitet.

Denn die ist wacker immer da,
wie stürmisch es auch sein mag,
gibt uns Vertrauen, ich bin sehr dankbar,
dass ich dich in meinem Leben hab‘.

Anmerkungen:
Text: Mai 2021.
Foto: Lübeck, Februar 2021©Lübeck.

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